2824
m
Befindet sich an einer einsamen Stelle auf dem gleichnamigen Bergübergang zwischen dem Val d'Avedo (Val Grosina) im S und dem Val Cantone di Dosdè (Val Viola bei Bormio) im N.
Allgemeine Informationen
Land
Italien
Region
Lombardia
Berggelände Gruppe
Val Grosina (Viola - Piazzi) (I)
Tal
Val Grosina
Öffnungszeiten
immer
Telefonnummer
n.n
Hüttenwart
n.n
Besitz
CAI Sezione di Bormio - Via De Simoni 42 - 23032 Bormio (So)
Anzahl Betten
12
Geographische Informationssysteme:
Ausgangspunkt
a) Arnoga
b) Eita
Höhe des Ausgangspunktes
a) 1860 m
b) 1703 m
Höhenunterschied
a) 700 m
b) 900 m
Dauer für die Strecke
3 Std. von Eita aus
2 Std. von
Arnoga aus (falls die Strasse ins Val
Viola geschlossen ist, 1 Std. mehr
einberechnen)
Schwierigkeit
E
(Wanderung) Route auf einem gut abgesteckten und gekennzeichneten Pfad oder Saumweg. Angemessene Ausrüstung und Training erforderlich.
Zugang
a) Bei Arnoga 1860 m, einem Dorf des Valdidentro, wo die SS 301 des Foscagno 18 km von Bormio entfernt vorbei geht, folgt man der Naturstrasse, welche ins Val Viola bei Bormio bis zu den Baite Altumeira 2116 m hinein geht. Hier geht man noch ein kurzes Stück weiter, bis man auf der linken Seite zu einer Abzweigung nach links gelangt, welche den Bach überquert und dann zur Alpe Dosdè 2129 m führt. Der Weg führt dann ins Val Cantone di Dosdè hinein und folgt der orographisch linken Seite. Später biegt er nach SW ab und geht dem westlichen Arm des Tales entlang. Man geht an den Überresten der Baita Pastore 2368 m vorbei und geht weiter, bis man das Ende des Tales erreicht. Man überquert zahlreiche kleine Bäche, aus welchen dann der Hauptbach entsteht, und biegt danach nach links ab (S). Nun ist der Weg fast ganz verschwunden, man erreicht jedoch auf Spuren den Rücken mit einer Höhe von 2573 m. Nachdem man an einem kleinen Gletschersee vorbei gegangen ist, steigt man nach rechts (SW) über Geröll auf und mit einer letzten Diagonalen nach links (SW) geht man ins Tälchen aus Geröll (manchmal auch Schnee) hinein, welches zum Passo Dosdè und zur Hütte führt.
b) Von Grosio aus gelangt man auf der Fahrstrasse des Val Grosina (14,5 km) nach Eita (SS 38 des Stelvios, 40 km von Sondrio und 170 km von Milano entfernt). Für ein kurzes Stück geht man rückwärts der Zufahrtsstrasse entlang, bis man auf einen Weg stösst, welcher nach rechts ins Val d'Avedo hinein geht und oberhalb der Häuser von Avè 1670 m vorbei führt. Man geht weiter, bis man zu einer Kurve gelangt, wo ein breiter Weg abzweigt, welcher in Richtung W zu den Häusern von Stabine 1821 m aufsteigt und dann zur Ebene von Vermolera führt. Kurz vor den Häusern von Vermolera überquert man auf einer Brücke den Bach und geht auf der anderen Seite weiter. Man folgt dem steilen Abhang mit Rhododendron Sträuchern, welcher zu den Grasebenen führt, wo sich die Seen und die Häuser von Tres 2194 m befinden. Der Weg geht im breiten Tal weiter und geht zuerst der rechten Seite und dann der linken Seite des Rio Avedo entlang. Nach einem steilen Abhang gelangt man in die Moränenmulde, wo sich der Lago Negro 2560 m befindet. Auf der westlichen Seite geht man den Ufern des Sees entlang und biegt dann nach NE ab. Man steigt über steiniges Gelände auf und geht an einigen kleinen Seen vorbei. Von dort aus ist die Hütte schon gut sichtbar. Man gelangt auf einer schwachen Spur zur Hütte.
Karten
CNS 1:50.000 «Passo del Bernina» e 1:25.000 «La Rösa»; IGM 1:25.000 «Malghera»; Kompass 1:50.000 «Bormio-Livigno-
Corna di Campo»
Gipfelbesteigungen
Zur Cima Viola 3374 m auf der normalen Route. Höhenunterschied: 550 m von der Hütte zum Gipfel. Schwierigkeitsgrad: F (einfaches Bergsteigen). Ausrüstung: Seil, Pickel und Steigeisen. Aufstiegsdauer: 2 Std. von der Hütte zum Gipfel. Erstbesteigung: Dr. Bartolomeo Sassella am 27. September 1875.
Route: Von der Hütte aus traversiert man über Moränenfelder in Richtung E und gelangt in den kleinen Kessel, welcher durch die Verzweigung des felsigen WSW Grates entsteht. Man geht zum Schluss über das kleine Schneefeld in diesem Kessel und biegt dann nach links ab, um das steile Geröllcouloir (Schnee) hinauf zu gehen. Dieses Couloir ist wie ein Einschnitt in der nördlichen Verzweigung, genau an dieser Stelle, wo diese mit dem Hauptgrat zusammen kommt. So gelangt man auf eine weite Schulter, deren N Seite aus Geröllhängen und Felsvorsprüngen besteht. Man geht nach rechts und geht über solche Hänge, bis man den Gletscher betritt, welcher die N Seite des Berges bedeckt. Man steigt auf dem Gletscher auf und geht dabei mehr oder weniger bei den Felsen des WSW Grates vorbei. Die Hangneigung wird langsam geringer, man gelangt zu einem sanften Abhang, wo man nach rechts (S) abbiegt. Man erreicht einen tiefen Einschnitt des Grates, auf dessen Kamm man leicht vorwärts kommt und den Gipfel erreicht.