3597
m
Die zwei Bauten befinden sich auf 3597
m am südlichen Rand der SW Seite der
Spalla des Bernina. Die erste Hütte,
welche heute als Not- und
Winterunterkunft dient, verfügt über
12 Betten und wurde 1913 errichtet.
Die neue Hütte wurde 1964 erbaut und
2002 umgebaut und befindet sich
einige Meter weiter oben.
Allgemeine Informationen
Land
Italien
Region
Lombardia
Berggelände Gruppe
Bernina - Disgrazia (I)
Tal
Val Malenco
Öffnungszeiten
Juli - September
Telefonnummer
0342-51.53.70
Hüttenwart
Giancarlo Lenatti - Via Sigismund, 7-
23023 Chiesa Valmalenco
tel. e fax:
0342 454053
e-mail: biancoextrem@libero.it
Besitz
CAI Sezione Valtellinese Sondrio
Tel. 0342-21.43.00
Ausstattung
Warmes Wasser. Kaltes Wasser.
Elektrizität. Heizung. Sanitäre
Einrichtungen. Duschen. Restaurant.
Möglichkeit, selber zu kochen.
Kreditkarten akzeptiert. Rabatte für CAI
/ SAC Mitglieder.
Anzahl Betten
48
(Anzahl Betten im winter
12)
GPS Koordinaten
Norden
Osten
Geographische Informationssysteme:
Ausgangspunkt
Marinelli-Bombardieri Hütte
Höhe des Ausgangspunktes
2813 m
Höhenunterschied
780 m
Dauer für die Strecke
3 - 4 Std.
Schwierigkeit
PD
(Kletterei) mit bergsteigerischen Schwierigkeiten bis zum III Grad und schwierigen vereisten Kämmen oder Hängen.
Zugang
Bei der Marinelli-Bombardieri Hütte nimmt man den Weg, welcher bei den Wänden der Cresta del Rifugio in Richtung NE über Geröll vorbei führt. Man kommt zu einer Serie von Felsvorsprüngen, welche von Felsbändern und Geröll unterbrochen sind, und biegt dort nach links (N) ab und gelangt zum weiten Sattel des westlichen Marinelli Passes auf etwa 3050 m (30 Min.). In Richtung N geht man der relativ flachen oberen Vedretta di Scerscen entlang und befindet sich dabei immer in der Nähe der Westhänge des Piz Argient und der grossen S Wand der Crasta Güzza. Man behält die Richtung bei, geht an der Öffnung des "Cresta Güzza Couloirs"vorbei, welches nach rechts zur Forcola di Cresta Güzza hoch führt, und geht in die Gletscherschlucht hinein, welche sich zwischen den SE Wänden des M. Scerscen und den SW Wänden der Spalla des Piz Bernina befindet. Man geht dem Fuss der Felswand entlang, welche die nördliche Wand der Schlucht bildet. Mit einem Halbkreis nach rechts nähert man sich auf einer Höhe von etwa 3400 m dessen Fuss. Man überquert den letzten Spalt und nimmt die Felsen in Angriff. Nun folgt man den Fixseilen und steigt diagonal in Richtung S auf, bis man die Schulter aus Geröll erreicht, oberhalb von welcher sich die alte Marco e Rosa Hütte befindet. Man befindet sich nun etwa 50 Meter unterhalb der neuen Hütte.
Karten
CNS 1:50.000 «Julierpass» e 1:25.000 «Bernina»; Carta Multigraphic «Pizzo Bernina-Monte Disgrazia» 1:50.000; Kompass 1:50.000 «Bernina-Sondrio».
Querungen
Zur Hütte Boval Chamanna 2495 m über den Fortezza Grat. Route in einer phantastischen Gletscherregion (F; 5 Std.).
Zum Hotel Diavolezza 2973 m. Route in einer phantastischen Gletscherregion (F; 4 Std.).
Gipfelbesteigungen
Zum Piz Bernina 4049 m über die Spalla des Bernina und den S Grat. Höhenunterschied: 450 m von der Hütte aus. Schwierigkeitsgrad: PD, im felsigen oberen Abschnitt der Spalla gibt es einige Passagen III. Erstbesteigung: F.F. Tuckett und F.A.Y. Brown mit Christian Almer und Franz Andermatten am 23. Juni 1866. Die mehr oder weniger identische Route wurde auch von der Seilschaft Hardy-Kennedy, welche 1861 den Gipfel erreichte, verwndet.
Route: Von der Marco e Rosa Hütte 3597 m aus steigt man über den breiten schneebedeckten Abhang auf, welcher sich in Richtung N bis unter die Basisfelsen der Spalla des Bernina erhebt. Man überquert die letzte Spalte und den kurzen Hang, der einem Zutritt zu den Felsen gewährt. Man erklimmt nun diese Felsen, indem man von kleinen Couloirs Gebrauch macht und gelangt so zum Gipfel der Spalla des Bernina auf 4021 m (in diesem Stück gibt es drei Verankerungen mit Ketten für das Doppelseil). Die Route ist nicht fix festgelegt und kann je nach Bedingungen am Berg von Mal zu Mal verschieden sein. Der Schwierigkeitsgrad bleibt aber immer etwa gleich.
Hier biegt sich der Grat stark nach N, wird schmal und geht oft auf und ab. Nach dem luftigen Stück auf dem schneebedeckten Grat erreicht man schliesslich dessen felsiges Endstück, welches ziemlich gut begehbar ist (Passagen von II) und zum Gipfel führt (2 Std.).