Biwak

3170 m

Befindet sich auf den Felsen am Fusse der Südwand des Pizzo della Forcola Alta, etwas oberhalb des Scerscen Passes 3122 m.

Allgemeine Informationen

Land Italien
Region Lombardia
Berggelände Gruppe Bernina - Disgrazia (I)
Tal Val Malenco
Öffnungszeiten immer
Telefonnummer n.n
Hüttenwart n.n
Besitz CAI Sezione Valtellinese Sondrio. Tel. 0342-21.43.00
Anzahl Betten 4
GPS Koordinaten
Norden
Osten

Geographische Informationssysteme:

Ausgangspunkt Longoni Hütte
Höhe des Ausgangspunktes 2450 m
Höhenunterschied 700 m
Dauer für die Strecke 3 Std.
Schwierigkeit F (Einfaches Bergsteigen) auf der Route treten schwierige Stellen auf; um diese Schwierigkeiten zu überwinden, braucht es eine Bergsteigerausrüstung wie Seil, Steigeisen, Pickel.
Zugang a) Von der Longoni Hütte 2450 m aus folgt man dem Weg der Alta Via della Val Malenco, welcher dem hintersten Teil des Val Fora entlang geht. Nach einigen Dutzend Metern geht man auf der Höhe eines Steinmännchens nach rechts und folgt dem Hinweis für den Passo delle Tre Mogge. Man steigt in Richtung N über Grashänge und Felsvorsprünge auf, bis man das steinige Gelände unterhalb der Südwand des Pizzo delle Tre Mogge erreicht. Durch ein Geröllcouloir (Schnee) geht man auf der rechten Seite an der Felsmauer, welche ein Ausläufer der Sassa di Fora ist und bis hierher reicht, vorbei und berührt dann die Cengia del Caval, eine breite Geröllsteigung, welche sich zwischen diesem Felsen und dem Fusse des Sporn befindet. Man steigt auf einer Spur in Richtung NW auf und folgt dieser Mauer bis zu der Mulde der Moräne, wo sich ein Schmelzwasser Seelein befindet. Auf einem kleinen Schneefeld und einem Geröllvorsprung geht man auf der rechten Seite an diesem See vorbei. Man erreicht den Passo delle Tre Mogge, von wo aus man nach N geht und die felsigen Ausbisse 3043 m und 3145 m übersteigt, welche sich auf dem Gletscher am Fusse der Nordwand des Pizzo delle Tre Mogge befinden. Danach steigt man in Richtung E weiter bis zum Scerscen Pass auf und erreicht das Biwak. b) Von der Longoni Hütte aus geht man auf der Schotterstrasse, die von San Giuseppe her kommt, hinab und folgt dieser in Richtung E auf einer langen, fast ebenen Traverse. Einige Kurven führen einen zur Mulde der Moräne, wo die Strasse dann endet. Dort befindet sich das alte Gebäude der Schwebebahn der ehemaligen Entova-Scerscen Hütte. Man folgt den letzten Metern der Strasse und gelangt so unter den steilen Abhang, welcher zum E-Grat der Sassa d’Entova führt. Ein Weg führt mit einigen Kurven den Abhang hinauf und erreicht auf der Höhe des Gebäudes der ehemaligen Entova-Scerscen Hütte auf 2957 m den Grat. Von hier aus überquert man in einer Diagonalen den unteren Scerscen Gletscher und geht in Richtung NW bis zu den südlichen Abhängen des Piz Glüschaint. Mit einer letzten leichten Richtungsänderung nach W gelangt man zum Scerscen Pass 3122 m. Man erreicht in Kürze das Biwak, welches sich auf den Felsen des rechten Hanges befindet und gut sichtbar ist.

Karten

CNS 1:50.000 «Julierpass» e «Pizzo Bernina»; Carta Multigraphic «Pizzo Bernina-Monte Disgrazia»; Kompass 1:50.000 «Bernina-Sondrio»

Bibliographie



Querungen

ZurHütte Marinelli-Bombardieri Hütte auf 2813 m. Route über Moränen und Gletscher (F; 4 Std.).
Zur Hütte Coaz Chamanna J. über den Passo della Forcola Alta. Zuerst geht man über Geröll und danach über den grossen Roseg Gletscher (F; 3 Std.).
Zum hotel Fex (F; 3 Std. 30 Min.).

Gipfelbesteigungen

Zum Piz Glüschaint 3594 m über den SW-Grat. Höhenunterschied: von der Forcola Alta etwa 200 m. Aufstiegsdauer: 4 Std. – 4 Std. 30 Min. Schwierigkeitsgrad: PD+ mit Passagen III. Ausrüstung: Seil, Pickel und Steigeisen, einige Reepschnüre und einige Klemmkeile oder Haken. Erstbesteigung: Th. Curtius und J. Eggenberger mit Christian Klucker am 29. August 1883.
Route: Ist eine der schönsten Routen und eine der angenehmsten Touren im Berninamassiv. Immer solide Felsen und einige kurze Stücke auf Schnee. Vom Colombo Biwak aus steigt man über ein System von Felsbändern und kleinen Couloirs (rot-weisse Markierungen) bis zur Forcola Alta auf. Über einfaches schneebedecktes Gelände steigt man nach rechts zum Fuss des ersten Gratvorsprungs auf. Diesen Vorsprung umgeht man links auf einem steilen schneebedeckten Abhang. Man kommt wieder zurück auf den Bergkamm und geht dort, wo es am sichersten ist, auf diesem weiter, bis man den Vorgipfel und dann den Hauptgipfel erreicht.




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